Mordalarm im Salzkammergut: Gustl Brandner ermittelt Wo andere ihre Sommerfrische verbringen, geht ein Mörder um Es ist Hochsaiso...

Sissis Tod

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Mordalarm im Salzkammergut: Gustl Brandner ermittelt


Wo andere ihre Sommerfrische verbringen, geht ein Mörder um



Es ist Hochsaison im beschaulichen Bad Ischl. Blöd, dass ausgerechnet jetzt am Fuße des Siruskogls eine Leiche gefunden wird. Inspektor Gustl Brandner, ein Ischler Original, und sein eher wamperter Kollege Wachtmeister Birngruber werden zu den Ermittlungen gerufen. Die Tote weist Würgemale auf; schnell ist klar, dass es sich hier nicht um einen Unfall oder einen Selbstmord handeln kann - es ist eindeutig Mord.

Als ob es nicht schon gereicht hätte, dass die Tote im Abendkleid und ohne Unterwäsche aufgefunden wird - es handelt sich dabei auch noch um einen allseits beliebten Hollywoodstar. Die Tote hätte - natürlich zu Lebzeiten - das Leben der österreichischen Kaiserin Sisi nach deren 35. Geburtstag verfilmen sollen. Da Vera, so der Name der Ermordeten, zwar sehr beliebt war, allerdings auch mehr als nur ein Herz gebrochen hat, beginnt für Brandner die mühselige Aufgabe, alle Verflossenen aufzutreiben und deren Motive zu durchleuchten. Keine leichte Angelegenheit, da er sich dafür auch in altehrwürdigen Adelskreisen bewegen muss. Zu Hilfe kommen ihm neben Birngruber und seiner eigenen adeligen Abstammung auch noch Klatsch, Tratsch und ein alternder Filmstar, mit dem ihm eine lange Freundschaft verbindet...

"Sissis Tod" ist der erste Brandner-Fall aus der Feder von Berhard Barta. Der studierte Kunsthistoriker entführt die Leser in eine Welt, die zwischen den Jahrhunderten gefangen zu sein scheint. Man meint förmlich, die Kaiserfamilie noch über die Promenade flanieren zu sehen, auf einen Zauner Stollen einkehren zu sehen und das Rauschen der kaiserlichen Gewänder zu hören. Gleichzeitig aber befindet man sich inmitten einer von Touristen überschwemmten Gegend, die sehr wohl weiß, wie die Geschichte der Stadt gewinnbringend genutzt werden kann.

(c) Manfred Horvath
Barta schafft mit viel Talent einen Krimi, der zwar keineswegs nervenzerfetzend ist oder mit CSI-Methoden daher kommt, auch der Plot ist es nicht, der einen fesselt. Es ist viel mehr eben jene Stimmung, die der Autor gekonnt und wie die Pinselstriche auf einem Gemälde einfängt und an den Leser weitergibt. Die sympathischen Charaktere und das Lokalkolorit sind es, die die Leser ans Buch fesselt. Bartha hat auf jeden Fall Talent und man darf gespannt sein, was als nächstes aus seiner Feder kommt.

Über den Autor:
Bernhard Barta wurde in Oberösterreich geboren. Der studierte Kunsthistoriker lebt und schreibt in Wien und im Salzkammergut. "Sissis Tod" ist der erste Fall des Ermittlers Gustl Brandner. Weitere Veröffentlichungen sind "Künstler und Kaiser im Salzkammergut. Anekdotisches zur Sommerfrische" (2008) und "... da kann man lustig sein. Neue Geschichten von Künstlern und Kaisern im Salzkammergut" (2010).



  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1 (19. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3852189543
  • ISBN-13: 978-3852189543
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