Stell dir vor, du würdest in einer Schneekugel leben... Ab 4. September strahlt das heimische TV die Serie "Under the Dome" n...

Under the Dome

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Stell dir vor, du würdest in einer Schneekugel leben...


Ab 4. September strahlt das heimische TV die Serie "Under the Dome" nach Stephen Kings gleichnamigen Roman aus



(c) stephenking.wikia.com
Nichts, aber auch gar nichts, hat angekündigt, dass sich an diesen Tag das Leben in der kleinen Stadt Chester's Mill radikal ändern würde. Die Menschen gehen zur Arbeit, machen Besorgungen oder gehen ihren Freizeitaktivitäten nach, als sich plötzlich aus dem Nichts eine transparente, aber schalldichte, Kuppel über die Stadt senkt. Autos krachen in die unsichtbare Barriere, Kühe werden halbiert, Menschen von ihren Liebsten auf der anderen Seite der Kuppel getrennt. Niemand weiß, woher dieses Ding gekommen ist, weshalb es da ist und vor allem: wie lang es bleiben soll.


Während draußen das Militär Stellung bezieht, Untersuchungen anstellt und erfolglos versucht, das Ding zu zerstören, gilt es innerhalb der Kuppel, die Ruhe zu bewahren. Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass Elektrizität nur durch Propangas-Generatoren möglich ist (und die hat der zwielichtige Stadtrat Big Jim Rennie gebunkert), das Wasser knapper wird und Lebensmittel quasi nicht nachkommen. Die Stimmung schwankt zwischen Nächstenliebe und Nachbarschaftshilfe sowie Feindschaft und Überlebenskampf.

(c) CBS
Nicht gerade erleichtert wird die Situation dadurch, dass so ziemlich jeder in der Stadt eine Leiche im Keller hat - vor allem Dale "Barbie" Barbara (Mike Vogel), der sich auf der Durchreise befand, als die Kuppel niederkrachte. Zwar ist dieser Typ ein wenig zwielichtig, entwickelt sich aber in gewisser Weise zum Helden von außen. Rund um ihn, Julia Shumway (gespielt von Rachelle Lefevre), Redakteurin der örtlichen Zeitung, Stadtrat Big Jim Rennie (Dean Norris), dessen halb-verrückten Sohn Junior (Alexander Koch), die Polizistin Linda Esquivel (Natalie Martinez) und dessen Angebeteten, Angie McAllister (Britt Robertson) entfaltet sich die Storyline der Geschichte. Einer Geschichte, die einen Blick in den Mikrokosmos Kleinstadt gewährt und sich nicht scheut, auch in die Abgründe der menschlichen Seele zu blicken.

Im Vergleich zur Romanvorlage von Stephen King (auf Deutsch unter dem blödsinnigen Titel "Die Arena" erschienen) wirkt die Serie von Brian K. Vaughan (Drehbuch) und Steven Spielberg (Produktion) bemerkenswert unblutig; klar, es kommt zu vielen Toden und hin und wieder darf auch das Blut ordentlich spritzen, aber die wirklich verstörenden Details (beispielsweise die "wahre" Geschichte rund um Junior und Angie) wurden - wohl der Prime Time zuliebe - deutlich verändert.
(c) buddytv.com

Dennoch merkt der Zuseher die subtile Bedrohung, die meistens besonders dann spürbar wird, wenn gerade keiner der - zugegebenermaßen gut gemachten - Spezialeffekte am Start ist. Zwar kommt die Serie nicht ohne einige Klischees aus, allerdings verzeiht man das den Machern gern, weil vor allem die Hauptdarsteller schauspielerisch mehr als nur überzeugen. Niemand schreit so ernstzunehmend wie Britt Robertson, Colin Ford und Mackentzie Linz verkörpern trotz ihrer jungen Jahre ihre Rollen mit Bravour.

Wer die Romanvorlage kennt, wird genauso seinen Spaß daran haben, wie all jene, die noch nicht wissen, was in Chester's Mill vor sich geht. Die Eingeweihten aber dürfen gespannt sein, wie lange die Serie braucht, um zum Ende zu kommen und wie dieses schließlich aufgelöst wird. Die Vermutung liegt nahe, dass das Big Finale etwas anders sein wird als im Buch. Genauso wie im Roman hat aber auch die Serie alles, was das Serien-Fan-Herz begehrt: Drama, ein wenig Grusel, Action, Spannung und Romanze.

(c) dispatch.com

Unser Fazit: Unbedingt gucken! Um sich selbst den Spaß nicht zu nehmen und die Entwicklung der Charaktere nachverfolgen zu können, empfehlen wir, von Anfang an dabei zu sein und keine Folge auszulassen. Enjoy! 


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