Schaurig oder schön? Model Rick "Zombie Boy" Genest polarisiert - und fasziniert (via jonmwessel.wordpress.com) Bishe...

Zombie nackt

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Schaurig oder schön?

Model Rick "Zombie Boy" Genest polarisiert - und fasziniert

(via jonmwessel.wordpress.com)


Bisher konnte man zum 28-jährigen Rick Genest, auch bekannt als "Zombie Boy" eine von zwei Meinungen vertreten: entweder beängstigend oder bewundernswert. In einem war man sich aber zumindest einig: Genest ist einzigartig. Das ist so jetzt nicht mehr wahr. Vor rund einem Monat ließ sich ein 25-Jähriger Steirer nun ebenfalls zum Totenkopf-Träger umtätowieren - was wir von Copy Cats halten, könnt ihr euch wohl denken.

Das Original, Rick Genest, wurde 1985 in Kanada geboren, ging dort zur Schule, machte Abitur und trieb sich danach in der Punk- und Hausbesetzer-Szene herum. Aus der Schulzeit stammt übrigens noch der Spitzname "Zombie Boy" - ein Resultat aus seiner Vorliebe für Horrorfilme. 

Als der Junge 15 Jahre alt war, wurde bei ihm ein Gehirntumor festgestellt. Nachdem dieser entfernt worden war, entschloss er sich, nachdem er schon einige kleinere Tätowierungen hatte, aus seinem Körper ein Gesamtkunstwerk zu machen. Das Motiv seiner Wahl: eine verwesende Leiche. Der Künstler seiner Wahl: Frank Lewis.

2009 begann er, als Performance-Künstler in einer Freakshow zu arbeiten. Als der Art-Designer und Stylist von Lady Gaga, Nicola Formichetti, 2010 schließlich zufällig Fotos von Genest auf dessen Facebook-Seite sah, begann dessen Stern zu steigen. Formichetti "exportierte" Rick Genest als Model für die Thierry Mugler Modenschau 2011 - was erst möglich war, nachdem er dessen Kaution in der Höhe von 15.000 Euro für eine Geldstrafe in Kanada entrichtet hatte.

(via jonmwessel.wordpress.com)
Danach ging es für den Kanadier Schlag auf Schlag: Bookings als Gast in Lady Gagas Video zu "Born this Way", Modelaufträge und Auftritte in Fernsehshows folgten. Im selben Jahr erhielt er außerdem einen doppelten Eintrag ins Guinsessbuch der Rekorde für seine Tätowierungen von 176 Insekten und 139 Knochen. Er selbst sagt von sich, nur eine Tätowierung zu besitzen. Eine gespaltene Zunge, 2 Septum-Piercings und ein Bridge-Piercing vervollständigen das Erscheinungsbild des jungen Mannes.

Natürlich muss ein Mensch mit einem derartig auffälligen Erscheinungsbild mit viel Aufmerksamkeit rechnen; von Anfeindungen bis Bewunderungen reicht die Bandbreite. Doch eines hätte er wohl er am wenigsten erwartet: dass sich ausgerechnet im steirischen Judenburg sein Wannabe-Double finden würde. Der 25-jährige Trittbrettfahrer Mark Wright hat sich ebenfalls das Gesicht zum Totenkopf tätowieren lassen. "Ich wollte ihn nicht nachmachen. Den Wunsch, so auszusehen, hatte ich schon, bevor ich Zombie Boy zum ersten Mal gesehen habe", sagte Wright der "Kleinen Zeitung". 

Ja, natürlich. Und meine Omma is ein Meerschweinchen. Übrigens ist dieser
(c) Egger, Kleine Zeitung
noch auf der Suche nach einem Künstlernamen. Wir helfen gern bei der Suche und schlagen Zombie Toy vor. Kreativ, wie wir sind... Beruhigend nur, dass auch in diesem Fall die Aussage "Jeder bekommt, was er verdient", zutrifft. Denn Wrights Gesichtstätowierung ist qualitativ weit weg von Genests Tattoo - ebenso wie dessen Wannabe-Attitüde auch in seinen feuchtesten Träumen nicht an die Authentizität des Zombie Boy herankommt.

Hinter all der Farbe und dem Fame verbirgt sich nämlich in Wahrheit ein eher stiller und bescheidener, fast schüchterner Typ, der am liebsten seine Klamotten selbst macht und sich lieber auf der Straße als im Hilton aufhält.

Oh, gut - wir sind wieder beim wesentlichen Part unserer Geschichte: dem Original. Und speaking of "Original" - wie würde Genest eigentlich aussehen, wenn er sich sein Gesicht nicht tätowieren lassen hätte? Auch darauf haben wir eine Antwort:





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1 Kommentar:

  1. This was a great article! I've never heard of him and I'm Canadian! So thank you for this wonderful story and keep up the good work!

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