Meeting: Arejay Hale und Josh Smith Selbstporträt von Josh and Arejay (c) the1mag Momentan tourt Halestorm als Vorband von Alter ...

Halestorm-Hälfte

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Meeting: Arejay Hale und Josh Smith

Selbstporträt von Josh and Arejay (c) the1mag

Momentan tourt Halestorm als Vorband von Alter Bridge durch Europa. Wir hatten die Ehre, Arejay (Schlagzeug) und Josh (Bass) vor ihrem Wien-Konzert zu treffen. Glaubt man den Gerüchten, handelt es sich bei der Band durchwegs um auf dem Teppich gebliebene, nette Menschen. Nun, die Wahrheit ist: Sie sind nicht nur das. Sie sind außerdem witzig, talentiert und klug...





Hi Leute! Willkommen in Österreich! Hattet ihr schon die Gelegenheit, österreichisches Bier zu kosten?

Josh: Ich weiß nicht, was ist österreichisches Bier?

Ottakringer zum Beispiel.

Arejay: Ja, das hatten wir! Also mir hat's geschmeckt!

Josh: Wird das in Österreich gemacht?

Ja, in Ottakring. 

Josh: Und jetzt gerade sind wir in Simmering, richtig?

Ja. Aber wo wir schon beim Thema Alkohol sind: In eurem Video zu "Here's to us" war eine Flasche Jägermeister zu sehen. Österreicher glauben oft, dass es sich dabei um etwas Österreichisches handelt. In Wahrheit ist Jägermeister aus Deutschland. Aber das ist das schlimmste Zeug, mit dem man sich betrinken kann.

Arejay: Haha, ja, das glaube ich. Ich weiß nicht, ob ich davon überhaupt soviel trinken könnte, um einen Rausch zu bekommen.

Da hast du nichts verpasst! Ist es eigentlich mehr Arbeit oder mehr Spaß, ein Rockstar zu sein?

Handy wird bereit gemacht...
Arejay: Also ich würde nicht sagen, dass wir Stars sind. Aber Musik zu machen ist definitiv mehr Spaß als Arbeit.

Josh: Das stimmt. Aber wenn du zum Beispiel krank wirst, ist es schon hart. Wenn du weißt, dass hunderte Menschen vor der Bühne auf dich warten, kannst du nicht einfach im Bett bleiben. Es gibt keinen Krankenstand.


Wie fühlt es sich an, erfolgreich zu sein? Was sind die guten Seiten des Erfolgs?

Arejay: Das Beste daran ist mit Sicherheit, dass wir etwas tun, das wir lieben. Ich lebe von dem, was mir Spaß macht.

Josh: Und wir kommen damit viel rum!

Und ihr unterhaltet eine Menge Menschen mit dem, was ihr tut. Seid ihr immer noch nervös, wenn ihr auf die Bühne geht? Schließlich macht ihr das ja schon eine ganze Weile.

Arejay: Oh ja, wir sind immer noch manchmal nervös.

Josh: Für mich ist der schlimmste Teil gar nicht, auf die Bühne zu gehen. Ich finde es viel ärger, wenn ich live etwas sagen soll, du weißt schon, wenn dir jemand ein Mikrofon und eine Kamera ins Gesicht hält und darauf wartet, dass du etwas sagst. Wie in diesen Talkshows. Jimmy Kimmel war da nichtmal das Schlimmste...

Arejay: Genau, oder wenn wir eine Dankesrede oder so etwas halten müssen. Zum Beispiel, als wir den Grammy gewonnen haben.

Josh: Und den Golden Gods Award!

Es gibt ja diesen Spruch: "Du weißt, dass du es an die Spitze im Musikgeschäft geschafft hast, wenn dein Song in der TV Serie "Glee" gecovert wird. Wie war es, als euer Song "Here's to us" dafür angefragt wurde?

Arejay: Es war so toll! Anfangs dachten wir zwar, es würde alles sehr Pop-lastig werden, so mädchenhaft. Aber das war es überhaupt nicht!
...um ein Selbstporträt zu schießen

Josh: Nein, gar nicht. Es war sogar eine ziemlich düstere Folge, in der es um Selbstmord und so Zeug ging. Wir waren alle überrascht.

Arejay: Wir kannten ja die Serie davor nicht, aber wir waren bei einer Feier, wo auch Teenager anwesend waren. Die haben dann Lzzy einen Überblick über "Glee" gegeben. So nach dem Motto "Er liebt sie, aber sie liebt ihn nicht, weil sie eigentlich in ihn verliebt ist..."


Für die Serie musstet ihr den Text allerdings jugendfrei machen.

Arejay: Ja, weil wir nicht "fuck" oder so in der Öffentlichkeit singen dürfen. 

Josh: Komischerweise geht aber "Eier", so wie in "Love Bites" (singt).

Arejay: Europa ist da so anders, richtig? Ihr habt damit keine Probleme. Ihr habt sogar nackte Brüste im Fernsehen.

Josh: Sogar in der Zeitung!

Ja, das ist richtig. Aber wenn wir schon bei Zeitungen sind: Wie kommt es, dass euer Privatleben immer noch privat ist? Es scheint wenig Gerüchte und Klatsch rund um euch zu geben.

(c) the1mag
Arejay: Vielleicht, weil wir nicht sooo berühmt sind. Aber es passieren schon manchmal seltsame Dinge. Es gab da mal welche, die meine Freundin auf allen Social Media Plattformen gestalked haben, weil sie mit uns in Kontakt treten wollten. Das ist der Grund, warum ich normalerweise sehr vorsichtig mit Social Media bin. Ich mag zum Beispiel Facebook nicht.

Allerdings - ich erwähne meine Freundin oft in Tweets, zB als das neue Album ihrer Band erschienen ist. Da habe ich alle aufgefordert, sich das Album zu holen.

Josh: Ja, dasselbe gilt für mich auch. Meine Freundin hat mal Aufnahmen vor der Bühne während eines Konzerts gemacht. Einige Leute haben sich an sie herangemacht, weil sie dachten, sie hätte Kontakt zu uns und sie könnten über sie an uns kommen.

Arejay: Generell sind unsere Fans aber sehr respektvoll, überhaupt Lzzy gegenüber. Wir lieben unsere Fans und sind sehr dankbar, sie zu haben.

Wer sind eure persönlichen Helden?

Josh: Meine Eltern!

Arejay: Ja, meine Familie. Und die Familie meiner Freundin. Ihre Mutter musste dreimal gegen Krebs kämpfen, aber sie hat nie aufgegeben und ist immer noch eine so positive Person - sie genießt das Leben. Ich würde sagen, sie ist definitiv eine meiner persönlichen Heldinnen.

Und was war der beste Ratschlag, den ihr je bekommen habt?

Arejay: Mein Vater hat uns immer gesagt, wir sollen das, was wir machen, ehrlich und aus Überzeugung zu machen. Er wollte, dass jeder Song so gut wie möglich klingt, bevor wir ihn vor Publikum spielen.

Josh: Bevor ich in die Band kam, habe ich im Unternehmen meines Vaters gearbeitet. Das war echt harte Arbeit - ich weiß also, wie sich das anfühlt. Und: Ich wusste immer, dass ich zurück ins Unternehmen kommen kann, wenn das mit der Musik nichts wird. Meine Eltern haben mich immer ermutigt.
 
Man hört den Einfluss des 90er-Jahre Rocks aus euren Songs raus.

pure Hale :)
Arejay: Ja, ich liebe den Sound von 90er Jahre Rock, zB von Nirvana. Leider habe ich Kurt Cobain für mich erst entdeckt, als er schon tot war.

Josh: Weil Nirvana einfach zu einer gewissen Zeit so Mainstream war. Ich hab die Anfangs nicht gemocht, weil diese Grunge-Kids deren Songs echt scheiße nachgespielt haben.


Wie würdet ihr eure Musik Menschen beschreiben, die noch nie zuvor etwas von euch gehört haben?

Josh: Es ist klassischer Rock mit leiseren Tönen, großartigen Texten... das ist eine schwere Frage!

Arejay. Weil wir einfach wir sind. Wir pur. Genial wir.


Verpasst nicht die Chance, selbst herauszufinden, wie genial diese Band wirklich ist - im April 2014 werden sie als Headliner auf Tour gehen und auch in Wien Halt machen. Wir sehen uns dort!


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