Meeting: Benni Cellini, Cellist der Letzten Instanz Selfie-Time! Es war uns eine besondere Ehre und Freude, anlässlich des Wien-K...

Meeting: Benni Cellini (Letzte Instanz)

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Meeting: Benni Cellini, Cellist der Letzten Instanz


Selfie-Time!

Es war uns eine besondere Ehre und Freude, anlässlich des Wien-Konzerts der Letzten Instanz Ende Dezember Cellisten und Markenzeichen der Band, Benni "Cellini" Gerlach treffen zu dürfen. Relaxt und überaus sympathisch stand uns der Musiker Rede und Antwort.



Ihr seid ja in Österreich auch schon fast wie zuhause...
Österreich ist ja eines unserer absoluten Lieblingsländer. Da sind schon Sachen passiert... Wien und damals, als es noch Allentsteig gab... als das dann plötzlich nach zehn Jahren ausverkauft war... das ist unsere zweite Heimatstadt gewesen. Logischerweise zuerst Dresden, dann kam Allentsteig.

Wie würdet ihr selbst euren Stil für jemanden beschreiben, der keine Ahnung von eurer Musik hat? Was ist also "Brachialromantik"?
Das ist eine wuchtige Rhythmusgruppe, also unsere Hintere Riege, bestehend aus Schlagzeug, Bass und Gitarre, die richtig dolle Dampf machen und vorne dran sind unsere Klassiker mit Geige und Cello, dazu deutscher, romantischer Gesang. Das ist Brachialromantik.

Was waren denn deine musikalischen Einflüsse in deiner Teenager-Zeit?
In den letzten zehn Jahren wohl Muse, am Anfang wars aber eher Metallica, Panthera, Queen und so. Ich hab aber durch das klassische Instrument auch schon immer viel verschiedene Musik gehört, eben auch Klassik. Die Vermischung aus Klassik und härteren Klängen reizt mich.

Nun habt ihr ja vor kurzem euer 15-jähriges Bandjubiläum gefeiert. Was war in dieser Zeit das absolute Highlight?
(c)the1mag
Das ist immer ein bisschen gemein, das zu erzählen, aber das war schon China. Das war unsere größte Auslandserfahrung. Aber auch jedes einzelne, kleinere Konzert ist ein so tolles Erlebnis - oder auch mal in Wacken zu spielen - das sind auch unschlagbare Erfahrungen. Für uns als Personen aber, die wir alle noch nie in China gewesen waren, war das natürlich einmalig. Vor allem für mich, ich hatte ja erst gar keine große Lust dazu. Aber ich habs in absolut blühender Erinnerung. Das war so toll und schön! Wir hatten eine chinesische Bandbetreuerin, die uns immer übersetzt hat, mit der sind wir heute noch in Kontakt. Das Essen war fantastisch, wir haben getafelt wie die Könige.

Im Vorfeld unseres Konzerts hat Gerhard Schröder eine Rede gehalten; der war dort unsere Vorband. Und dann waren da 20.000 Besucher am Konzert. Das war schon toll! Aber Allentsteig kommt natürlich gleich hintendran...

Ihr seid ja eine relativ große Band, bestehend aus sieben Männern. Gibt's da schonmal Zickenkrieg? Oder besser: Hahnenkämpfe?
Ja, bestimmt schon. Aber wir kennen uns halt nach so einer langen Zeit so gut, dass es leicht ausgemerzt werden kann, wenn es Schwierigkeiten gibt. Die werden dann einfach angesprochen., dazu gibt es auch jeden Tag eine Besprechung. Wir sind alle zueinander sehr ehrlich und offen. 

Insgesamt zu uns sieben kommen ja auch noch vier Mann Technik und unsere zwei Mädels von der Tourbetreuung dazu. Die sind sehr wichtig, auch dann, wenn man mal jemanden drücken möchte. Ganz ohne Mädels wärs auf jeden Fall schwieriger.

(c)the1mag
An euch besonders ist auch, wie ihr mit euren Fans umgeht. Ihr habt einen sehr engen Kontakt und pflegt den auch. Ihr bleibt für die Fans nahbar, auch absichtlich, beispielsweise, wenn ihr private Wohnzimmer-Konzerte für Crowdfunding-Aktionen verkauft, ihr habt gemeinsam mit euren Fans Bücher herausgebracht... habt ihr noch nie negative Erfahrungen mit Fans gemacht?
Doch, die gibt es. Wir haben aber wenig Berührungsängste. Ich behaupte, man kann sich seine Fans auch ein bisschen erziehen. Wenn man einfach mal ehrlich sagen kann: "Du, hier ist unser Bereich, da darfst du nicht herein. Wir kommen dann raus. Wir sind bloß Menschen, ihr braucht euch nicht zu drängeln", dann funktioniert das. Wir sind auch immer für Autogramme da, wollen mit jedem ein paar Worte reden.

Wenn aber unsere Privatsphäre missachtet wird, dann sagen wir auch mal, dass es reicht. Das nehmen uns die Fans nicht übel, sondern finden es auch gut, dass wir im Gegenzug dazu uns viel Zeit für sie nehmen.

Wie verbringt ihr die Zeit, die ihr euch dann für euch nehmt?
Jeder hat andere Sachen am laufen, beispielsweise Sport wie Yoga und Bergsteigen, aber auch die eigenen Familien und die eigenen Wohnungen helfen, den Kopf frei zu bekommen. Weil wir alle ja auch relativ weit voneinander entfernt wohnen, ist immer jeder entspannt, wenn wir als Band zusammen kommen.

Welchen Ratschlag würdest du persönlich einer aufstrebenden Band sagen?
(c)the1mag
Als junge Band machen viele den gleichen Fehler. Ich muss da jetzt mal oberlehrerhaft sein, aber nach 15 Jahren darf ich das ja. Man darf als neue Band nicht denken, man wär gleich irgendwie Gott. Das fällt einen hernach auf die Füße. Am Boden bleiben und nett sein, sonst macht man mehr kaputt, als man aufbaut.

Was ist das Beste am Erfolg?
Wir können von der Musik - und das ist nicht nur die Letzte Instanz - leben. Das ist ein beruhigendes Gefühl und ein schönes, weil wir das machen können, was wir lieben. Ich kann mir meine Zeit selbst einteilen und komm rum. Die negative Seite ist halt: Wenn du dein Hobby zum Beruf machst,ist das kein Hobby mehr.

Und wenn du nicht Musik machen könntest? Was wärst du dann?
Das wär ja furchtbar... Dann wär ich aber Kneiper. Ich bin nebenbei auch Hobbykneiper. Freunde von mir haben ein Irish Pub, das ist letztes Jahr der Whiskey Pub Nummer Eins in Deutschland gewesen, gekrönt auf der InterWhiskey in Frankfurt. Das Pub heißt "Schmiede" und ist in Altkötzschenbroda, als kleiner Tipp :)! Die gehört Freunden von mir und wenn die mal zusammen feiern wollen, dann übernehme ich das. Das holt mich auch teilweise wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, weil da muss ich an den Tisch gehen und fragen, was ich bringen darf.

Was wird das neue Jahr bringen? Habt ihr Vorsätze und wann dürfen wir mit einem neuen Album rechnen?
Wir haben uns vorgenommen, mehr Sport zu machen! Wir hoffen, dass das nächste Jahr ein bisschen entspannter wird. Dieses Jahr hat sich nämlich ganz viel geändert, es war viel Trubel drin und wenn das wieder in geregeltere Bahnen kommt, bin ich glücklich.

Anfang Oktober 2014 wird es auch das neue Album geben, der Titel wird "Im Auge des Sturms" heißen. Wird auch einiges Neues bringen!


Die Tourdaten für die "Im Auge des Sturms"-Tour stehen übrigens auch schon fest. Lasst euch die Chance nicht entgehen, die Letzte Instanz live zu sehen! Es erwartet euch ein lautes, wunderbares, stimm- und musikgewaltiges Event, das Gänsehaut über diverse Rücken kriechen lässt und selbst passionierte Passiv-Konzertgeher zum Mitsingen bewegt! Weitere Fotos vom Konzert findet ihr hier.


Fotos: (c) www.the1mag.com


Unser Anspieltipp: "Das Schönste Lied Der Welt"

 
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