Die Sonne über Berlin Carla Kalkbrenner, ihres Zeichens Journalistin und Filmemacherin, hat sich an das Genre Krimi gewagt und gleich...

Mordshitze

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Die Sonne über Berlin


Carla Kalkbrenner, ihres Zeichens Journalistin und Filmemacherin, hat sich an das Genre Krimi gewagt und gleich mit ihrem Erstlingswerk ein Buch vorgelegt, das von der ersten Minute an mitreißend ist. Ein Umstand, der viel eher auf ihren Schreibstil als auf den Inhalt zurückzuführen ist.


Worum es geht, ist schnell erzählt und unterscheidet sich im Grunde nicht gar so wahnsinnig von anderen Krimis: Hardy Dahlberg, Kommissar aus - äh - Leidenschaft, wird zu einem Mordschauplatz gerufen. Ein prominenter und noch dazu schwerreicher aber mit 60 nicht mehr allzu frischer Immobilienheini wurde auf seine letzte Reise geschickt. Unfreiwillig und unsanft, wie Dahlberg aus der Kopfwunde schließt. Jemand hat also mit Tiefenbrock, dem Ermordeten, nur durch Kugeln überbrückbare Differenzen gehabt. Blöd, dass die Riege der Verdächtigen nicht allzu klein ist - allen voran wird die 30-jährige Ehefrau besonders genau unter die Lupe genommen.

Wie gesagt, die Story ist gut, nicht besonders kompliziert oder mysteriös, aber eben: gut. Was das Buch für mich zu einem absoluten Erlebnis machte, war tatsächlich die Art und Weise, wie es geschrieben ist. Kalkbrenner hat einen rasanten Stil, der trotz der Adjektivlastigkeit nicht nervig wird. Es werden viele Protagonisten eingeführt, dennoch schafft sie es, diese mit einigen wenigen Strichen so genau zu zeichnen, dass man sie auch am Ende alle noch richtig zuordnen kann. Die Autorin spielt mit Worten, als würde sie diese zu einer Melodie verweben - das Endergebnis hat durchaus Ähnlichkeit mit einem Techno-Track. Muss wohl in der Familie liegen.


  • Gebundene Ausgabe: 220 Seiten
  • Verlag: martini & loersch; Auflage: 1., Aufl. (September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3981610717
  • ISBN-13: 978-3981610710

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